Blaues Kreuz

Kassel e.V.

Infos Gewalt und Alkohol

gewalt_scheibeBei mittlerem oder höherem Alkoholkonsum kann eine
gelöste Stimmung rasch in Gereiztheit sowie Aggression
und Gewalt umschlagen.

Foto: ErdeundMeer/pixelio.de

 

 

Gewalt hat viele Gesichter -
Alkohol ist Beschleuniger und Katalysator für Gewaltakte


Alkohol kommt eine große Bedeutung im Rahmen interpersoneller Gewalt zu. Es besteht ein starker Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und dem individuellem Risiko, Gewalttäter oder Gewaltopfer zu werden. Auf diese Verbindung machte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits 2002 in ihrem Weltbericht über Gewalt und Gesundheit aufmerksam. Trotz eindeutiger Befunde sind das Übersehen, die Tabuisierung und die Verharmlosung von Alkohol im Zusammenhang mit Gewalt immer noch kennzeichnend für die hohe Dunkelziffer im Gewaltbereich. Gewalt wird unterschieden nach körperlicher Gewalt (Taten mit Todesfolge, Körperverletzung und körperliche Misshandlung), psychischer Gewalt (zum Beispiel Ausgrenzung, Mobbing, verbale Gewalt) und sexualisierter Gewalt. Die Stärke des Zusammenhangs von Alkohol und Gewalt ist nicht nur auf individuelle Faktoren wie Alter, Geschlecht und Trinkmuster zurückzuführen. Auch zwischenmenschliche Beziehungen, gesellschaftliche und kulturelle Faktoren beeinflussen die Wechselbeziehung. Vereinfachend kann der Einfluss des Alkohols auf das Gewaltverhalten einzelner Menschen als stark begünstigender Faktor angesehen werden, nicht jedoch als alleinige Ursache: 

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