GERECHT SEIN ZU JEDEM
"Meine Brüder, verbindet den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus, den Herrn der Herrlichkeit, nicht mit Ansehen der Person." (Jakobus 2,1)
Der Brief des Jakobus an die christliche Welt ist anders als andere Briefe im Neuen Testament. Er ist deshalb anders, weil der Stil manchmal eher wie das Buch der Sprüche ist und nicht ein einziges Thema von Anfang bis Ende diskutiert. Stattdessen spricht Jakobus, inspiriert vom Heiligen Geist, viele verschiedene Gedanken an, die für das Denken und Leben eines Christen wichtig sind.
Nachdem er also über die Natur wahrer Gottgefälligkeit gesprochen hat, macht er nun eine wichtige Aussage, die er in den folgenden Versen detaillierter erklären wird. Schau dir diese einfache Aussage an: "Meine Brüder, verbindet den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus, den Herrn der Herrlichkeit, nicht mit Ansehen der Person."
Bevor wir uns den Hauptpunkt in diesem Satz von Jakobus anschauen, sehen wir uns etwas an, das er nebenbei sagt.
Jakobus benutzt starke Worte um Jesus Christus zu beschreiben, indem er Ihn den "Herrn der Herrlichkeit" nennt. Ein Bibelkommentator (James Moffatt) sagt, dass bei den Juden dieser Ausdruck Jesus als volle Manifestation von Gottes Gegenwart und Majestät beschreibt – das nannten die Juden die Shekina Herrlichkeit Gottes.
Das ist besonders bedeutsam, da Jakobus allgemein (und zu
Recht) als einer der ersten Briefe des Neuen Testaments gesehen wird (wahrscheinlich irgendwo zwischen 44 und 48 n. Chr.). Das bedeutet, dass für die ersten Christen Jesus Gott war, und das sagten sie auch in starken und unmissverständlichen Worten.
Nun zu dem Hauptgedanken von Jakobus: Einfach ausgedrückt, der herrliche Glaube, den wir haben, der Glaube an unseren Herrn Jesus Christus, sollte niemals mit Vorurteilen (Diskriminierung) in Zusammenhang stehen. Der Herr der Herrlichkeit selbst hat keine Vorurteile (5. Mose 10,17 und Apostelgeschichte 10,34), also sollten die, die ihr Vertrauen auf Ihn setzen, das auch nicht haben.
Man kann das, was Jakobus schreibt, nicht missverstehen, wenn er gegen Vorurteile in der christlichen Gemeinschaft ist. Wir tun gut daran uns zu erinnern, dass Jakobus hier zu einer Zeit voller Vorurteile schrieb, die erfüllt war von Hass gegen andere Klassen, ethnischer Herkunft, Nationalität und religiösem Hintergrund. In der antiken Welt wurden die Menschen ständig abgelehnt und gehasst, weil sie Juden oder Heiden waren, Sklaven oder Freie, Reiche oder Arme, Griechen oder Barbaren, oder was auch immer.
Ein bedeutsamer Aspekt des Werkes von Jesus war, dass Er diese Mauern, die die Menschheit trennten, niederriss und eine neue Rasse der Menschheit in Ihm hervorbrachte (Epheser 2,14-15).
Die Einheit und Offenheit der frühen Gemeinde erstaunte die antike Welt. Doch diese Einheit kam nicht automatisch. Wie dieser Befehl von Jakobus zeigt, mussten die Apostel die frühe Gemeinde lehren, "den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus . . . nicht mit Ansehen der Person" zu verbinden. Wir sollten das, was sie taten, lernen und praktizieren.
Von David Guzik
Jesus Christus spricht:
Ihr urteilt, wie Menschen urteilen,
ich urteile über keinen.
Johannes 8, 15 |
BEISPIEL FÜR LEBENDIGEN GLAUBEN Willst du aber erkennen, du nichtiger Mensch, dass der Glaube ohne Werke tot ist? Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte? Siehst du, dass der Glaube durch die Werke vollkommen wurde? Und so erfüllte sich die Schrift, die spricht: „Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet", und er wurde Freund Gottes genannt. So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein (Jakobus 2,20.24). |
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